(Thymi herba, oberirdischer Teil von Thymus vulgaris L., Fam. Lamiaceae)
Inhaltsstoffe.
Enthält ätherisches Öl (vorwiegend terpenoide Phenole), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoidglykoside, Polyphenolcarbonsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure, Rosmarinsäure), Thymol- und Carvacrolglykoside sowie Triterpenverbindungen (Ursolsäure und Oleanolsäure).
Wirkung.
Vertreibt Unsicherheit und Angst, Trägheit und das Verharren in depressiven Zuständen; schenkt Optimismus, Lebensfreude, Streben und Kühnheit und führt das Wesen zurück in die große Feier eines Neubeginns. Er rettet aus schwierigen Situationen, löst aus innerer Erstarrung, verleiht Kraft und Sonnenhaftigkeit, geistige Klarheit, Durchdringung und Schärfe. Er weist den Weg, richtet auf und mobilisiert die inneren Ressourcen, den Willen und die Dynamik zur Überwindung von Hindernissen.
Pharmakodynamik.
Wirkt tonisierend durch die im ätherischen Öl enthaltenen Alkohole und Phenole (elektropositivierende Eigenschaften).
Er lehrt das Wesen zu brennen – sich ganz hinzugeben, mit Leidenschaft und Glut, geschmolzen im Feuer des Lebens und der Liebe. Wie ein Strom glühender Lava löst, verflüssigt, entwurzelt, ebnet und entfernt er alle „Tumoren“ der Seele, sprengt Ketten und lässt das Geschöpf frei und veredelt emporsteigen, sich selbst treu und im Vertrauen auf den Erfolg.
Er verbrennt Unreinheiten, die das Wesen wie eine gealterte Haut ablegt, und lässt es im Licht neu geboren werden. Er ist das Feuer, das reinigt und verzehrt, zugleich aber auch die sanfte Wärme der Sonne, die Leben und Hoffnung schenkt – frei und heiter. Das Licht triumphiert über die Dunkelheit. Alles erhält einen klaren Sinn, befreit von Illusionen, Täuschungen, Zögern und Ungewissheit.
Er ist die Metapher des Helden, der dem Sturm standhält – mit der Weisheit und Würde der Mäßigung als Schild und dem Mut als Schwert. Tapfer und einsam im Halbdunkel der Dämmerung, unbeweglich auf einem Felsgipfel, trotzt er Wind und Wellen, ohne sich vom Unheil niederwerfen zu lassen. Der Sturm tobt, die Wogen zerschlagen alles, die Welt scheint in den Abgrund des Anfangs zu stürzen, in dem alles endet und neu entsteht – doch der Mensch bleibt aufrecht stehen und wartet auf den Moment danach. Die letzte Kraft scheint ihn zu verlassen, doch sein Blick bleibt nach vorn gerichtet – das stählerne Leuchten seiner Augen dringt durch Nebel und Aufruhr und vereint sich mit dem Lächeln des ersten Hoffnungsschimmers, der durch Rauch und Splitter des erschütterten Universums bricht.
Thymian ist bestimmt für jene, die viel gelitten haben, die sich am Ende ihrer Kräfte fühlen, von Erschöpfung überwältigt und in Verzweiflung versinkend, wenn alles verloren und sinnlos erscheint – in Zeiten der Prüfung, in dramatischen Momenten des Lebens: Tod, Geburt, Trennung, Leid.
Er verleiht die Fähigkeit zur Annahme (wirkt magenstärkend und bittertonisch durch ätherisches Öl und Bitterstoffe) und die Kraft auszuharren bis zum Ende, die Stärke, alles zu überwinden. Dies spiegelt sich in seiner wundheilenden, schmerzlindernden (ätherisches Öl, phenolische Verbindungen) und vor allem belebenden Wirkung wider – besonders geschätzt in der Rekonvaleszenz (insbesondere postviral), bei Schwäche, Asthenie, in Erkrankungen oder langanhaltender körperlicher, energetischer oder psycho-emotionaler Überlastung.
Von wesentlicher Bedeutung ist auch seine antiinfektiöse Wirkung, Ausdruck der Fähigkeit, uns gegen äußere Angriffe zu schützen – gegen emotionale Traumata, schädliche energetische Einflüsse, aber auch gegen biologische Erreger: antiseptisch und antimykotisch (durch phenolische Bestandteile des ätherischen Öls), antihelminthisch gegen Madenwürmer, Hakenwürmer und Peitschenwürmer (Thymol und Carvacrol), antioxidativ (polymethoxylierte Flavone).
Wie andere harmonisierende Pflanzen wirkt er ausgleichend auf übermäßige Manifestationen aller Konstitutionstypen: sowohl energetisch als auch körperlich gleicht er das Wasser aus (regulierende Wirkung auf Sekretionen, expektorierend und speichelanregend durch ätherisches Öl), das Feuer (choleretisch durch Polyphenole, revulsiv durch ätherisches Öl) und die Luft (spasmolytisch und karminativ durch ätherisches Öl und polymethoxylierte Flavone).
So harmonisiert er die Wechselwirkung mit der Außenwelt (diuretisch durch ätherisches Öl, Flavone und Triterpene).
Angewendet bei Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma, Virusinfektionen, persistierender Husten unterschiedlicher Ursache) und Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie verschiedener Genese, fermentative Kolopathien, Störungen der Gallenmotilität, Gallenkoliken, Appetitlosigkeit, Darmparasitosen, Infektionen im Mund- und Rachenraum), bei Myalgien, Neuralgien sowie leichten Wunden und Verbrennungen.
Ihm wird zudem eine regulierende Wirkung auf Leber- und Nierenfunktionen zugeschrieben, was sich aus dem subtilen Hintergrund dieser Organbereiche erklären lässt.

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