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Salben und Öle in der antiken Heilkunde – Dioskurides' Wissen aus De Materia Medica

 

De Materia Medica

Wie Heilöle und Salben die antike Medizin prägten

In der Antike waren Öle und Salben zentrale Elemente der medizinischen Versorgung. Sie dienten nicht nur zur Wundheilung und Schmerzlinderung, sondern wurden auch zur Pflege, für Massagen und in spirituellen Ritualen eingesetzt. De Materia Medica von Dioskurides gibt uns einen tiefen Einblick in die Vielfalt dieser Zubereitungen.

Die Rolle von Ölen in der antiken Medizin

Öle waren vielseitig einsetzbar – als Trägerstoffe für Heilpflanzen, zur äußeren Anwendung bei Hautkrankheiten oder zur inneren Einnahme. Besonders beliebt war:

  • Olivenöl – die Grundlage vieler Heilrezepturen

  • Rizinusöl – für abführende Wirkungen

  • Lorbeeröl – zur Linderung von Muskelschmerzen

Beliebte Pflanzen für Heilöle

Dioskurides beschreibt zahlreiche Pflanzen, die zur Herstellung medizinischer Öle genutzt wurden:

1. Johanniskrautöl (Hypericum perforatum)

Anwendung: gegen Verbrennungen, Wunden, Hautreizungen
Wirkung: entzündungshemmend, regenerierend, leicht antiseptisch

2. Myrrhenöl (Commiphora myrrha)

Anwendung: zur Wunddesinfektion, in Salben gegen Infektionen
Wirkung: antibakteriell, zusammenziehend, schmerzlindernd

3. Rose (Rosa damascena)

Verwendung: als Öl oder Salbe bei Hautproblemen, zur Beruhigung
Wirkung: hautberuhigend, kühlend, stimmungsaufhellend

Salben

Salben wurden in der Antike oft mit Bienenwachs zubereitet, vermischt mit Ölen und pulverisierten Heilpflanzen.

Beispielrezept aus dem Mittelalter (inspiriert von Dioskurides):

  • Olivenöl

  • Bienenwachs

  • Pulver aus Ringelblume und Lavendel
    Anwendung: bei Hautentzündungen und kleinen Verletzungen

Vom Kloster bis zur Hausapotheke

Die Kunst der Salbenzubereitung wurde später in Klöstern weiterentwickelt. Mönche und Nonnen setzten das antike Wissen fort und überlieferten viele Rezepte, die auf Dioskurides zurückgehen.

Fazit: Heilen mit der Natur – äußerlich angewendet

Salben und Öle waren essenziell für die antike Medizin – einfach, aber wirksam. De Materia Medica ist bis heute eine wertvolle Quelle für die traditionelle Heilkunde.


Johanniskraut – Die heilende Sonnenkraft des Mittelalters

Johanniskraut (Hypericum perforatum)


Seit Jahrhunderten wird Johanniskraut (Hypericum perforatum) als magisch und heilkräftig verehrt. Im Mittelalter war es eines der wichtigsten Kräuter in Klostergärten und Volksmedizin – berühmt für seine Wirkung gegen innere Dunkelheit.

Symbolik und Magie

Die Pflanze wurde traditionell um den Johannistag (24. Juni) gesammelt, wenn sie in voller Blüte steht. Man glaubte, dass sie das Sonnenlicht speichert und böse Geister vertreibt. Aufgehängt über Haustüren oder verbrannt, sollte sie Haus und Seele reinigen.

Verwendung im Mittelalter

Im klösterlichen Umfeld wurde Johanniskraut verwendet:

  • Innerlich – als Tee oder Tinktur gegen Melancholie, „trauriges Gemüt“, depressive Zustände

  • Äußerlich – Johanniskrautöl für Wunden, Verbrennungen, Muskel- und Nervenschmerzen

  • Spirituell – zum Schutz gegen Dämonen, begleitet von Gebeten und Ritualen

Heiler wie Hildegard von Bingen und die Mönche des Klosters St. Gallen beschrieben Johanniskraut als Pflanze mit „wärmendem, lichtbringendem Charakter“.


Wissenschaftliche Erklärung (heute)

Heute weiß man, dass Inhaltsstoffe wie Hypericin und Hyperforin antidepressive und entzündungshemmende Wirkungen haben. Die moderne Phytotherapie bestätigt damit das alte Wissen.


Rezept: Johanniskrautöl selbst gemacht

  1. Frische Blüten sammeln (am besten um den 24. Juni)

  2. In ein Glas mit Olivenöl geben

  3. 4–6 Wochen in der Sonne stehen lassen (täglich schütteln)

  4. Abseihen – das rötliche Öl ist bereit!

Anwendung: Bei Prellungen, Verbrennungen, Muskelschmerzen, oder zur Massage.


Fazit

Johanniskraut verbindet Licht, Heilung und Spiritualität. Im Mittelalter war es ein wertvoller Begleiter gegen seelische Dunkelheit – heute ist es aktueller denn je, wenn wir uns wieder auf die Kraft der Natur besinnen.

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Humulus Lupulus Ich bin keine Biertrinkerin. Das war ich nie, aber wenn es draußen sehr heiß ist, trinke ich gern ein kleines Bier auf ex. ....